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Sonntag. Nach dem aufregenden und langen Tag gestern, schlafen wir lange, frühstücken gemütlich und entschließen und dann nach Nîmes in den Jardin de la Fontaine zu fahren.

Dieses Mal packen wir genug zu Essen und vor allem zu Trinken ein. Es ist zwar etwas wolkig aber dennoch schön heiß.

Der Jardin de la Fontaine ist der erste öffentliche Park der in Europa angelegt wurde und erstreckt sich über ca. 15 ha und ist in zwei Landschaftsbilder unterteilt. Da ist einmal der klassische Garten des 17. Jahrhunderts und der mediterrane Garten. Die Création des Gartens begann 1745 auf Wunsch des Königs, Louis XV, Jacques Philippe Maréchal ist der Designer. Maréchals Ergeiz ist es die Quelle, die antiken Überreste und einen Französischen Garten miteinander in Einklang zu bringen. Es ist ihm gut gelungen, wie ich finde.

Anfang des 19. Jahrhunderts bezieht der damalige Bürgermeister von Nîmes, Augustine Cavalier, den dahinterliegenden Hügel mit ein und gibt ihm seinen Namen. 

Da Sonntag ist, ist nicht allzu viel los. Das ist schön, die Kinder können nach Herzenslust rennen.

Blick zurück zum Tor, ganz Nîmes (gefühlt) ist noch immer eine Baustelle.

Zunächst wenden wir uns nach rechts, nein, falsch, das andere rechts, also nach links zum Temple de Diane.

Dann geht es weiter Richtung:

Vorbei an der sprudelnden Quelle 

Es ist angenehm schattig hier.

Blick zurück in die (Baustelle) Stadt.

Dann kommen wir an dem kleinen Teich raus, bei dem bei unserem ersten Besuch Wasser von oben herabsprühte.

Alle meine Frösche, schwimmen auf dem See...

Wir klettern den Hügel immer weiter hinauf,

und oberhalb des kleinen Teiches machen wir Rast.

Der Tour Magne, dazu habe im Reisebericht von 2008 schon was geschrieben. ;-)

Hierzu kommen wir später.

Wie immer müssen die Kinder klettern.

Am 21. Mai 1854 wurde die "Félibrige" gegründet, mehrere Schriftsteller die für Wiederkehr der provençalischen Kultur eintraten.

1904 erhielt Frédéric Mistral gemeinsam mit José Echegaray den Nobelpreis für Literatur.

2004 dürfte klar sein, eine Hommage der Stadt an den Dichter

Und wo wir schon mal hier oben sind, gehen wir auch ganz auf, auf den Tour Magne. Blick auf die Arena und hinter dem Glaskasten versteckt das Maison Carrée 

Großstadt auf der einen, 

Dorf auf der anderen Seite.

Ein wenig diesig, aber dennoch gut zu erkennen der Mont Ventoux.

Was für schöne unterschiedliche Bäume das Haus einrahmen...

Die Arena ein wenig näher gezoomt, da findet heute Abend ein Konzert von Bob Dylan statt.

Hey, man sieht sogar den Pic St. Loup,

und den Eingang vom Park.

Nun haben wir aber genug gesehen und klettern wieder runter. Mal nach oben geknipst

Und durch den schönen Park zurück.

Ein bisschen sehr trocken, was kein Wunder ist, 

denn der Nachschub tröpfelt nur....

Hier noch mal das allgegenwärtige Krokodil, hier auf dem Eingangstor.

Au revoir Jardin de la Fontaine! Wir kommen bestimmt mal wieder.

Wie in fast jeder anderen französischen Stadt gibt es sie auch hier, die Avenue, die nach dem französischen Pazifisten Jean Jaurès benannt wurde, ein sozialistischer Politiker und Kriegsgegner, der am Vorabend des ersten Weltkrieges von einem Nationalisten ermordet wurde.

Wir bummeln noch ein bisschen ins Städtchen.

Und da sind wir beim Maison Carrée angekommen, diesmal unverhüllt.

Und da ist sie, die Arena, diesmal wollen wir aber nicht rein, denn da steht schon die Bühne, wie man von außen sehen kann.

Das schöne Haus gegenüber.

Pah, die Tour-Busse versperren ja die schöne Aussicht auf die Arena.

Aber ich habe den Place des grands hommes gefunden. Ist mir aber auch nur wegen des Liedes von Patrick Bruel ins Auge gefallen...

Ich finde das Rathaus.

Gegenüber ist eine hübsche Uhr,  le Jacquemart "Mandarin. Aus der Zusammensetzung desNamens "Jacques" und der Bezeichnung "marteau", für Hammer ergibt sich der Name für eine Männerfigur, die bei großen Turmuhren mit dem Hammer eine Glocke schlägt.

Diese Uhr ist von 1880. Heute steht hier eine Kopie, das Original befindet sich im "Musée du Vieux Nîmes".

Auf dem Place du Marché, ein symbolträchtiger Brunnen, eine Geschichte von Sieg und Niederlage, Octavian (dem späteren Kaiser Augustus) über Marcus Antonius und Kleopatra oder aber Rom über Ägypten.

Und hier fanden sich auch die einzigen Anflüge von Nationalstolz...

In Frankreich werden nicht einfach nur Graffitis an Wände gesprüht, oder Reklametafeln aufgehangen.

Ein Haus in den Wolken? Ein Baumhaus?

Zu Hause aalen sich die Katzen wieder auf unserer Matte...

Noch ein schöner Tag, an dem wir viel gesehen haben, geht zu Ende

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